WIE LÄUFT DAS LERNEN BEI UNS AB?

SCHWERPUNKTE: 

Kreativität, Naturverbundenheit und Achtsamkeit sind die Schwerpunkte unserer Schule. Dies spiegelt sich auch im Stundenplan wider. So können die Kinder beinahe täglich unser Kunst Atelier nützen und auch in den anderen Lernfächern wird der Schwerpunkt auf eigene, kreative Auseinandersetzung mit dem Fachgebiet gelegt (Gedichte schreiben, eigene Textrechnungen erfinden, eigenen Naturkundethemen nachgehen...). Einmal pro Woche findet unserer Waldnachmittag statt und täglich fließen kleine Übungen der Achtsamkeit sowie einmal pro Woche eine Yogaeinheit in den Unterricht ein.

BEZIEHUNG AN ERSTER STELLE:  

Bei uns steht die persönliche Beziehung zu den Kindern an erster Stelle. Wenn die Beziehung passt ist auch das Lernen in Leichtigkeit möglich. Jedes Kind wird individuell mit seinen Möglichkeiten gesehen und in seinem Potenzial gefördert.

ARBEITSPLAN & ATELIERARBEIT:

 

Die Kinder bekommen regelmässig einen Arbeitsplan für Deutsch und Mathematik, in dem die 'Mindestanforderungen' für jedes Kind individuell vom Lernbegleiter vermerkt sind und mit dem sie im eigenen Tempo ihre Arbeitsaufträge der jeweiligen Woche(n) erledigen können. Die ersten 90 Minuten jeden Tages arbeiten die Kinder nach ihrem Arbeitsplan und erhalten ggf. eine Darbietung bzw. Einführung vom Lernbegleiter für neue Lerninhalte.

'Atelierarbeit' füllt die zweiten 90 Minuten des Vormittages. Das Naturkunde-Thema der Epoche bzw. der Woche steht im Mittelpunkt, steckt den Rahmen der 'Atelierarbeit' und wird von verschiedenen Blickwinkeln betrachtet und bearbeitet. Innerhalb jedes 'Ateliers' (Naturkundeatelier, Sprachatelier, Mathematikatelier, Kunstatelier) gibt es Auftragskarten, die frei sichtbar im Klassenzimmer hängen und zugänglich sind. Verschiedene Methoden werden kennen gelernt, erprobt und erfahren. Dadurch können die Kinder motiviert, selbstbestimmt, selbsttätig und individuell lernen.


Die Lernbegleiter bereiten die Lernumgebung vor und stellen genügend Materialien zur Verfügung. Zu jedem Thema gibt es einen Präsentationstisch, wo Material, Spiele, etc. ausgestellt und gesammelt werden. Bei diesem Tisch finden auch die Darbietungen für neue Lernimpulse statt. Während der Atelierarbeit selbst begleiten die Lernbegleiter die Kinder im selbständigen Tun und sind Beobachter.


Nach erledigter Aufgabe wechseln die Kinder das Atelier. Welche Aufgabe die Kinder machen, ist ihre freie Entscheidung. Die Kinder schaffen somit mindestens einmal pro Woche eine vollständige Atelierrunde und beschäftigen sich im eigenen Tempo mit allen Lernbereichen (Naturkundeatelier, Sprachatelier, Mathematikatelier, Kunstatelier). Die erlernten Inhalte präsentiert jedes Kind einmal pro Woche. 



TAGESABLAUF:

 

Ab 8.30: Betreuung möglich (sollte dies ein Problem darstellen bitte individuell abklären ob früheres eintreffen möglich ist)

Ab 8.45 bis 9 Uhr: alle Kinder sind eingetroffen; Ankommen und Orientierung (Sachen ordnen, Klassendienste)

9 bis 11 Uhr: erste Lerneinheit mit Wochenplanarbeit 

11 bis 12 / 12.20: zweite Lerneinheit mit Atelierarbeit, Wochenplanarbeit oder Fachstunden

12 / 12.20 bis 13 /14 Uhr: Fachstunden (Spanisch, Musik, Ethik, Naturkunde, Kunststunde, Bewegung)

Mittwoch für alle bis 16 Uhr: Waldnachmittag

Freitag für alle 8:30 - 13 Uhr: Waldschule (die Kinder lernen den ganzen Tag in und mit der Natur)

Optionale Nachmittagsbetreuung bis 16 Uhr zusätzlich am Montag und Dienstag 


WIE WIR LERNEN - IM DETAIL:

WOCHENPLAN / BUFFET-ARBEIT ALS RAHMEN:

 

Unser Wochenplan dient als Rahmen für das Lernen, er wird individuell für jedes Kind angefertigt und orientiert sich einerseits an dem individuellen Entwicklungsstand und andererseits am vorgegebenen Lehrplan. Diese Lernzeit wird auch Buffet-Arbeitszeit genannt da jedes Kind wie bei einem Buffet entscheiden kann was es jetzt macht. Jedes Kind erhält am Anfang der Woche bzw. alle zwei Wochen seinen persönlichen Arbeitsplan und kann diesen selbstbestimmt bearbeiten bzw. sich selbst einteilen wann was davon erledigt wird. Die Wochenpläne ermöglichen uns einen Überblick zu behalten bezüglich der Entwicklung der einzelnen Kinder und auch hinblicklich der Erfüllung des Lehrplans.

 

Er ermöglichst auch den Interessen und momentanen Vorlieben der Kinder nachzukommen. Wenn ein Kind gerade „offen“ ist für eine Entwicklung dann wollen wir dies fördern und dann kommt dies auf den Wochenplan. So kann manches Mal mehr von einem Fachgebiet zu erledigen sein und weniger von einem anderen. Wenn nicht alles vom Wochenplan geschafft wird, reflektieren die Pädagogen individuell mit dem Kind wie damit umgegangen wird zB.: ein Teil zu Hause fertigstellen, etwas davon in die nächste Woche mitnehmen...bzw. erarbeiten Strategien wie in der nächsten Woche vielleicht effektive gearbeitet werden kann.

 

 

ATELIER-ARBEIT

 

In der Atelierarbeitszeit können die Kinder entweder an ihren Wochenplänen weiterarbeiten oder auch zusätzliche Angebote in einem der vier Ateliers nützen. Zusätzlich zum Sprach- und Mathematikatelier ist es hier möglich, im Naturkundeatelier oder Kunstatelier tätig zu sein.

 

In der Atelierarbeitszeit liegt der Schwerpunkt auf der kreativen, ganzheitlichen Beschäftigung mit dem Fachgebiet - auch in Verbindung mit dem aktuellen Naturkundethema. Hier ein paar Beispiele:

 

Naturkundethema: Evolution

Sprachatelier: Schreibe ein Gedicht zum Thema Evolution; Erforsche die Namen der Dinosauerier und schreibe die Spannendsten auf

Matheatelier: Rechne Textrechungen zum Thema Evolution; Erstelle eine Zeitleiste der Entwicklung

Kunstatelier: Tongefäße formen wie in der Steinzeit, Zeichnen mit Kohle und Rötel

Naturkundeatelier: Mehl mahlen wie die Steinzeitmenschen, Steinsalz mörsern,...



NATURKUNDE

 

Naturkunde bezeichnet die Fächer Sachunterricht, Biologie und Umweltkunde, Geografie und Wirtschaftskunde, Physik, Chemie, Geschichte und Sozialkunde.

 

Die jeweiligen Themen z.B.: ‚Evolution’ werden gemeinsam eingeführt. ZB mit anschaulicher „großer Erzählung“ nach Maria Montessori. Danach findet jedes Kind im Rahmen des großen Themas sein eigenes Fachgebiet und seine eigene Forschungsfrage. z.B.: ‚wie lebten die Dinosauerier?’ oder ,wie hat sich das Pferd entwickelt?’.

 

Zuhause sucht das Kind mithilfe seiner Eltern Materialien zu dem Thema (Artikel, Bilder, Bücher, Recherchen, Anschauungsmaterial). Zuhause und in der Schule wird das Thema in Form eines kleinen Büchleins, eines Plakats oder (für NMS Kinder) als Bildschirm-Präsentation zusammengefasst und als Abschluss den anderen Kindern präsentiert. Zusätzlich zu dieser Naturkundearbeit fließt auch in den gesamten anderen Unterricht (Deutsch, Englisch, Mathematik, Kunst, Musik) das aktuelle Naturkundethema ein.

 

So wird zB gelesen, was gerade zum Thema passt oder es werden Wörter geübt, die zum Thema passen. 


Das zu Lernende wird mit Sinn erfüllt.



WIE GEHEN WIR MIT NOTEN UM?

Jahreszeugnis

  • Nach der vierten, achten bzw. neunten Schulstufe - so die Kinder die Schule wechseln - können wir auf Wunsch ein Notenzeugnis ausstellen, das dem von öffentlichen Schulen rechtlich gleichgestellt ist und mit dem sie ihre Schullaufbahn in einer weiterführenden Schule fortsetzen können. Nach neuesten gesetzlichen Bestimmungen, muss jedes Kind einer Privatschule mit eigenem Organisationsstatut beim Umstieg in eine öffentliche Schule unabhängig von seinem Notendurchschnitt eine Aufnahmeprüfung machen. Ob die Eltern den Kindern das Notenzeugnis zeigen, ist ihre Entscheidung.

 

Entwicklungsbeschreibung

  • Zum Jahresende bekommen die Eltern eine schriftliche Entwicklungsbeschreibung ihres Kindes. Sie beschreibt die Entwicklung des Kindes in den verschiedenen Bereichen. Sowohl die erreichten Kompetenzen der Bereiche Sprache, Mathematik, Naturkunde, usw. werden beschrieben, als auch das Sozialverhalten, Arbeitsverhalten, Umgang mit Materialien, aber auch die Stärken und die gesamte Entwicklung des Kindes des ganzen Jahres. 
  • Im Vordergrund steht die ENTWICKLUNG des Kindes und nicht die „Leistung“ der einzelnen gelieferten Arbeiten. Wir PädagogInnen versuchen den „goldenen Topf“ des Kindes zu suchen und diesen zu beschreiben, wahrzunehmen und auf diesen im Folgejahr aufzubauen. 

Präsentieren statt Überprüfen:

Bei uns wird der Schwerpunkt darauf gelegt dass die Kinder präsentieren was sie erarbeitet haben- sowohl bei den Naturkunde Präsentationen als auch in den anderen Fächern. Jeweils geht es darum zu zeigen was man kann, der Pädagoge erkennt daraus was der nächste mögliche Entwicklungsschritt ist und somit was die nächsten Aufgaben sind.






Entwicklungsgespräche mit den Eltern

  • Einmal pro Semester bieten wir den Eltern ein POTENZIALGESPRÄCH  an, wo das Kind und seine Entwicklung im Zentrum stehen. Fragen, Unklarheiten, Sorgen aber auch positive Entwicklungen haben hier Raum und Platz. Ebenso kann hier besprochen werden, wie das Kind auch zu Hause in seiner Entwicklung unterstützt werden kann.

 

Präsentation der Arbeiten

  • Zu Semesterende präsentieren die Kinder ihre bisherigen Arbeiten, zeigen den Eltern besondere Materialien und lassen die Eltern so ein Stück in die Lernumgebung mit eintauchen. In einer ‚Ausstellung‘ zeigen die Kinder ihre Schätze und Arbeiten. Hier sollen alle Arbeiten und die Entwicklung des Kindes gewürdigt und gesehen werden.
 

URKUNDE - Wertschätzungsritual

  • Am Ende des Jahres bekommen die Kinder im Rahmen eines Wertschätzungsrituals eine Urkunde, welche ihr ‚Zeugnis‘ ist. In Form eines feierlichen Rituals werden somit die Kinder nochmals gesehen und ganzheitlich wahrgenommen.  


WELCOME TO FOREST SCHOOL


Frische Waldluft atmen, Hineinhorchen und sich erden, bevor es ins NEUE ‚Klassenzimmer’ zwischen Eichen und Bärlauch, geht, lautet die Devise. Seit den neuerlichen Lock-Downs lernen wir jeden Freitag vormittag im Wald. 


Jedoch ist nicht nur das Klassenzimmer neu, sondern auch, dass der Waldschultag für die 8-13 jährigen P2-Kinder zweisprachig gestaltet wird. Im Wald wird nun nämlich auch noch Englisch gesprochen. Dies ist eine einzigartige Herangehensweise ans Fremsprachenlernen und ein Konzept, bei dem der Spracherwerb nicht mit Vokabeltraining und vorgegebenen Dialogen verbunden ist, sondern authentisch und holistisch in den Schulalltag miteinfließt. Unsere native Englischlehrerin spricht von Beginn an mit allen nur Englisch und die meisten Kinder wissen nicht, daß sie auch Deutsch sehr gut versteht. So springen auch die schüchternsten unter ihnen über ihren Schatten und versuchen, sich ihr in Englisch verständlich zu machen.


Es wird erforscht, besprochen, gespielt, inspiriert, gelernt, probiert, motiviert und entdeckt. Das Lernen einer Fremdsprache kann und sollte Spaß machen. Denn wer sich sicher und wohl fühlt, der öffnet sich und nimmt auf. Und plötzlich genießt man es, die Anatomie eines Baumes auf Englisch zu besprechen.


WESENTLICHE ECKPUNKTE DER LEITHABERGSCHULE

Markenversprechen_Leithabergschule.pdf