DIE ROLLE DER ELTERN

Um das Gelingen dieser neuen Lernkultur hier in Purbach zu ermöglichen, braucht es auch die Unterstützung von Seiten der Eltern. Besonders wichtig ist es, ein positives Feld der Unterstützung der Elternschaft zu spüren - dieses Wohlwollen der Eltern, hält und nährt unseren alternativen Bildungsweg.  

 

Wir sehen die Eltern unserer Schüler nicht als Konsumenten, sondern als aktiv mitwirkende Personen, welche zum Gelingen des Dreiecks Eltern, Kinder, Pädagogen beitragen. Einerseits ist hierfür eine aktive Mitarbeit in Form von Elternmitarbeit in den verschiedenen Aufgabengebieten erforderlich - andererseits vor allem auch eine positive Grundhaltung beider Elternteile zur Lernkultur der Schule – welche auch zu Hause gepflegt werden sollte.

 

Die Elternmitarbeit (siehe unten) wird am Schuljahresbeginn festgelegt und in weiterer Folge von unserem Elternbeirat eingeteilt und administriert.

 

Eine positive Verbundenheit und das Vertrauen der Eltern der Schule und den Pädagogen gegenüber ist essentielle Vorrausetzung für den Schulerfolg der Kinder.

Bei auftretenden Unsicherheiten liegt es in der Verantwortung der Eltern das Gespräch mit den zuständigen Pädagoginnen bzw. dem Vereinsvorstand zu suchen.

 

Um das Vertrauen der Eltern gegenüber der Schule zu nähren, bietet die Schule verschiedene Möglichkeiten der Elternbildung und Elternzusammenarbeit.

ELTERN-ZUSAMMENARBEIT

Wenn man sich gemeinsam auf den Weg macht und neue Wege der Bildung wagt, ist es essentiell wichtig, mit allen die hier miteinander unterwegs sind gut in Verbindung zu sein.


Im Laufe des Schuljahres können, auch durch das Wirken des Umfelds, Unsicherheiten und Ängste, in Bezug auf den Bildungsweg des Kindes aufkommen, welche dann oft eine Eigendynamik bekommen. Es ist wichtig zu lernen diese wahrzunehmen und damit in Kommunikation zu gehen. Aus diesem Grunde möchten wir mit unserem Angebot der Elternzusammenarbeit bewusst auf die Eltern zugehen.

 

Als Basis für die Elternzusammenarbeit dienen drei über das Jahr verteilte gemeinsame Elternabende (zu Schulbeginn, in der Mitte des Schuljahrs und vor Semesterende) sowie zwei individuelle Elterngespräche pro Jahr in welchen auf die Entwicklung des Kindes eingegangen wird.

 

Zusätzlich werden über das Jahr verteilt Seminare zur Elternbildung, sowie Materialabende und Jahreskreisfeste angeboten um die Gemeinschaft von Eltern, Pädagogen und Kindern zu nähren.

 

Zu Beginn des Semesters findet so zum Beispiel ein Seminar für Gewaltfreie Kommunikation statt, welches uns ein besonderes Anliegen ist um die Beziehungskultur in der Schule so wie auch zu Hause zu bereichern. Bei den Materialabenden können Eltern selber erleben, was mit den speziellen Lernmaterialien, welche den Kindern der Leithabergschule zur Verfügung stehen, erlebt werden kann.

 

Zu unseren Terminen der Elternbildung und den Materialabenden, sowie auch zu unseren Schulfesten sind auch weitere Mitglieder der Familie herzlich willkommen, je weiter das wohlwollende Feld der Familien unserem Bildungsweg gegenüber reicht – umso besser für unsere Schule und so auch für alle Schüler der Schule.

 

Wie die weitere Form der Elternzusammenarbeit definiert ist, wird beim ersten Elternabend von den Eltern selbst bestimmt. Möglichkeiten hierfür wären z.B.: persönliche Sprechstunden der Pädagogen oder Elternkaffee am langen Nachmittag der Schulkinder.

LERNT MEIN KIND HIER GENUG?

  • Aus unserer Sicht lernen die Kinder mit Freiheit & Selbstbestimmung wesentlich mehr und das Wissen ist tiefer verankert - Inhalte / Kompetenzen werden auch langfristig behalten! Allerdings ist dieses MEHR eben nicht nur in den klassischen Lernfächern zu finden. Sie lernen also auch persönliche, soziale, handwerkliche, handlungsorientierte Kompetenzen u.v.m.
  • In einer offen-reformpädagogischen Schule ist das große Plus, dass die Kinder mehr Zeit bekommen sich Kompetenzen anzueignen und das Lernen so natürlicher und weitgehend ohne Druck erfolgen kann.
  • Dies bedeutet aber auch, dass wir Erwachsenen und so auch die Eltern und die gesamte Familie gefordert sind, das eigene Tempo des Kindes zu respektieren, dem Kind in seiner Entwicklung und ebenso der Kompetenz der Lernbegleiter/Lernbegleiterinnen zu vertrauen.
  • Unser offenes Lernsystem bewirkt, dass sich die Kinder freier für ein Thema entscheiden können und auch selbst ihr Level bestimmen können - in der Gruppe und besonders in einer altersgemischten Gruppe entsteht von innen heraus der Wunsch auch das nächste Level zu schaffen – den nächsten Schritt zu schaffen.
  • Wir respektieren die unterschiedlichen Tempos und unterschiedlichen Anlagen der Kinder – so können sie selbst aus mehreren Levels auswählen und so in unterschiedlichen Fachgebieten unterschiedliche Herausforderungen wählen – nach Entwicklung und nicht nach Alter eingestuft.
  • Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit den Kindern in diese Freiheit zu gelangen, sie ihren Anlagen entsprechend begleiten zu dürfen, ohne den Druck, dass jedes Kind am Jahresende am gleichen Niveau sein muss.
  • Dies bedeutet aber auch, dass die Kinder tatsächlich auf unterschiedlichen Niveaus in den verschiedenen Gebieten sein werden - manche Kinder werden in manchen Gebieten, dem im herkömmlichen System erwarteten Niveau, weit voraus sein - in anderen Gebieten unter diesem Niveau... das ist völlig legitim.
  • Wir achten bei aller Freiheit und Selbstbestimmung dennoch auch darauf (durch unser Bausteinsystem), dass jedes Kind im Tun bleibt und sich weiterentwickelt im Lernen.
  • Ein vorzeitig geplanter Schul-Austritt muss den Lernbegleitern/Lernbegleiterinnen aus obigen Gründen bereits am Schuljahresbeginn mitgeteilt werden, damit sich das Kind entsprechend auf den Übertritt in eine andere Schule vorbereiten kann. In diesem Fall braucht es die Unterstützung von Seiten der Eltern zu Hause. In unserer Schule werden die Kinder weiterhin entsprechend unserem Konzept lernbegleitet. Als Service für einen solchen Schulwechsel können unsere Lernbegleiter erweiterte Übungen für Zuhause mitgeben.
  • Da wir den Kindern Zeit geben für ihre Entwicklung, können wir nicht garantieren, dass jedes Kind diese Lernziele innerhalb der in öffentlichen Schulen vorgesehenen Zeit erreichen wird. Daher können wir keine Garantie für den erfolgreichen Umstieg in die entsprechende Schulstufe geben.

PÄDAGOGISCHES KONZEPT

Pädagogisches Konzept Schule_mail.pdf